Tipps

TIPPS FÜR ELTERN

Wie ich mein Kind beim Lernen unterstützen kann:

  1. Arbeitsplatz
  2. Pausen
  3. Motivation
  4. Wiederholung
  5. Lerntypen

 1.     Arbeitsplatzgestaltung:

Ein fixer Arbeitsplatz ist für ein ungestörtes Arbeiten sehr wichtig!

Jede/r Schüler/in sollte deshalb einen fixen Arbeitsplatz haben, wo die Unterlagen aufbewahrt werden können.

Ist dies nicht möglich, weil sich mehrere Geschwister einen Arbeitsplatz teilen müssen, ist für eine genaue Ordnung (Zeit- und Platzeinteilung) zu sorgen.

–         Achten Sie darauf, dass Ihr Kind 2 – 3 Liter Wasser pro Tag trinkt, denn Wasser ist der Energiespender Nr. 1!

–         Farbgestaltung: Nach Möglichkeit sollten auf einen Arbeitsplatz die Farben Blau, Grün und Gelb vorherrschen.

–         Achten Sie, dass Ihr Kind nicht abgelenkt wird durch: laufenden Fernsehapparat, laute Musik oder störende Geschwister.

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2.     Ruhepause/Zeiteinteilung/Ordnung:

Die Schule ist die Arbeitsstätte Ihres Kindes. 6 Stunden Unterricht ist eine anstrengende Tätigkeit. Gönnen Sie Ihrem Kind auch Pausen. Das heißt: vereinbaren Sie fixe Lernzeiten und fixe Pausen (z.B.: eine Lieblingssendung), drängen Sie Ihr Kind nicht gleich nach der Schule die Aufgaben zu machen. Die beste Zeit zum Lernen ist zwischen 16 und 18 Uhr (variiert ein wenig).

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind Ordnung hält. Mit unordentlichen Mappen und fehlenden Büchern kann der beste Schüler nichts lernen.

Überprüfen Sie laufend Schularbeits-, Wiederholungs- und Prüfungstermine!

Erstellen Sie mit Ihrem Kind einen realistischen Lernplan. Achten Sie darauf, dass bei einem größeren Lernumfang mindestens 1 Tag zum Wiederholen des Lernstoffes übrig bleiben soll!

 3.     Motivation mit Hilfe der Eltern:

–         Unterstützen Sie Ihr Kind beim Wiederholen von Lernstoffen – Prüfen Sie es ab.

–         Hat Ihr Kind Angst vor einer bestimmten Prüfung, so könnten Sie mit ihm die Prüfungssituation durchspielen.

–         Beachten Sie: Starke Emotionen löschen Lerninhalte! Vermeiden Sie Streit mit Ihrem Kind vor einer großen Prüfung oder Schularbeit. Weiters empfehlenswert ist es, emotional aufregende Filme vor einer Prüfung zu vermeiden.

–         Loben Sie Ihr Kind bei positiven Noten!

 

Die wichtigsten Lerntipps kurz und bündig: Merke: Gut geplant ist halb gelernt!

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4. Wiederholung

* Plane deine Lernzeit mit dem Terminkalender oder Terminposter. Trage ein, was wann zu erledigen ist. Bereite dich auf Klassenarbeiten nicht kurz vorher, sondern schon einige Tage früher vor. Teile den Klassenarbeitsstoff in Portionen auf, damit du ihn ohne Stress und Druck bewältigen kannst.

* Mache deine Hausaufgaben regelmäßig. Notiere, was aufgegeben ist. Fang nicht gleich nach dem Mittagessen an. Nimm zuerst die leichteren Aufgaben in Angriff. Wenn dir der Einstieg sehr schwer fällt, so fertige einen kleinen Tagesplan an. Hake ab, was du erledigt hast.

* Lerne möglichst immer am gleichen Arbeitsplatz. Räume ihn vorher auf. Lege Dinge, die dich ablenken könnten, weg. Vermeide das Musik- oder Radiohören, während du lernst. Es beeinträchtigt das Gedächtnis und die Konzentration. Das Licht darf nicht zu grell und nicht zu matt sein. Lege die Arbeitsmittel, die du ständig brauchst (Schreibsachen, Radierer, Spitzer usw.), vorher griffbereit hin. Sammle keine „fliegenden Blätter“, sondern ordne sie in Ringbücher ein oder klebe sie ins entsprechende Heft.

* Lerne auf mehreren Lernwegen: mit dem Auge, mit dem Ohr und mit der Hand. Das Durchlesen allein genügt nicht. Lies Wichtiges laut. Versuche einen Text in eigenen Worten wiederzugeben. Unterstreiche Wichtiges. Schreibe Wichtiges heraus. Fasse zusammen! Fertige Zeichnungen und Skizzen an.

* Lerne nicht alles an einem Stück. Lege zwischendurch immer wieder kleine Pausen ein. Lerne ähnliche Fächer (z.B. Englisch und Französisch) nicht hintereinander, weil es sonst leicht zu Verwechslungen kommt. Mach entweder eine Pause oder schiebe ein anderes Fach dazwischen.

* Verwende bei schwer zu merkenden Lerninhalten Bilder, Kürzel oder Verse als Gedächtnisstützen.

* Prüfe immer mal wieder, ob die einfachen Kenntnisse und Methoden sitzen, vor allem in den Naturwissenschaften: Einfache Rechenfertigkeiten, gängige Formeln, Abkürzungen und Symbole. Wiederholungen mit der Lernkartei.

*Lerne nicht nur aus Schulbüchern. Mancher Lernstoff wird anderswo interessanter und anschaulicher vermittelt. Beispiele: Hobby- und Sachbücher, Fernsehfilme, Radiosendungen, Zeitungs- und Zeitschriftenberichte, Lernsoftware

 

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5. Lerntypen / Lernverhalten

Das Gehirn lässt sich am ehesten mit einem Netz vergleichen. Die Vernetzung der Gehirnzellen ist eine der Hauptleistungen in der Entwicklung des menschlichen Organismus. Diese Vernetzung findet im wesentlichen im Zeitraum kurz vor der Geburt bis 3 Monate danach statt. Der Teil des Gehirns, der vor der Geburt entsteht, wird geprägt durch die Erbanlagen. Nach der Geburt wird die Vernetzung entscheidend erweitert durch die Einflüsse der Umwelt. Jedes Gehirn erhält so sein individuelles Grundmuster.

Ein stark verzweigtes Netz von Nervenzellen schafft gute Voraussetzungen für ein differenziertes Denk- und Wahrnehmungsvermögen.

Was hat das mit Lernen zu tun?

Die frühen kindlichen Erfahrungen bestimmen wesentlich, welche Sinnesorgane der Mensch später bevorzugt nutzt. Sinnesorgane sind Eingangskanäle, durch die Informationen ins Gehirn gelangen. Dies geschieht durch:

Sehen

Hören

Riechen

Schmecken

Tasten

Welche Lerntypen lassen sich daraus ableiten? Man spricht in der Regel von den Lerntypen:

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Welcher Lerntyp man ist, hängt mit dem Grundmuster im Gehirn zusammen. Der eigene Lerntyp ist durch die frühe Prägung des Grundmusters vorbestimmt. Durch gezieltes Benutzen anderer Eingangskanäle kann man aber Einfluss auf sein Lernverhalten nehmen. Häufig genanntes Beispiel: Wenn man Informationen über mehrere Kanäle aufnimmt (Mehrkanallernen) versteht man Inhalte besser und behält mehr davon.

Der visuelle Lerntyp: Lernen durch Sehen

Der visuelle Lerntyp erreicht die besten Lernerfolge durch das Lesen von Informationen und das Beobachten von Handlungsabläufen. Außerdem fällt es ihm leichter, Dinge zu behalten, wenn er sich diese in Form von Grafiken oder Bildern veranschaulicht. Schwierigkeiten hat er dagegen damit, gehörte Informationen aufzunehmen und zu behalten.

Lernhilfen: Bücher, Skizzen, Bilder, Lernposter, Videos, Lernkarteien

Der auditive Lerntyp: Lernen durch Hören

Dem auditiven Lerntypen fällt es leicht, gehörte Informationen aufzunehmen, zu behalten und auch wiederzugeben. Er ist in der Lage, mündlichen Erklärungen zu folgen und sie zu verarbeiten. Auditive Lerntypen führen beim Lernen oft Selbstgespräche und fühlen sich durch Geräusche in ihrer Umgebung schnell gestört. An Dinge, die er nur gesehen hat, kann sich der auditive Lerntyp in der Regel schlecht erinnern.

Lernhilfen: Lernkassetten, Gespräche, Vorträge, Musik, keine Nebengeräusche

Der kommunikative Lerntyp: Lernen durch Gespräche

Der kommunikative Lerntyp gelangt durch Diskussionen und Gespräche zum größten Lernerfolg. Für ihn ist die sprachliche Auseinandersetzung mit dem Lernstoff und das Verstehen im Dialog von großer Bedeutung. Hilfreich für kommunikative Lerntypen ist es, in Gesprächen sowohl die Position des Fragenden als auch des Erklärenden einnehmen zu können.

Lernhilfen: Dialoge, Diskussionen, Lerngruppen, Rollenspiele

Der motorische Lerntyp: Lernen durch Bewegung

Der motorische Lerntyp lernt am besten dadurch, dass er Handlungsabläufe selber durchführen und auf diese Weise nachvollziehen kann. Für ihn ist es wichtig, am Lernprozess unmittelbar beteiligt zu sein und durch das „learning by doing“ eigenständige Erfahrungen zu sammeln.

Lernhilfen: (rhythmische) Bewegungen, Nachmachen, Gruppenaktivitäten, Rollenspiele